Bürgerinitiative gegen Fluglärm Gransee / Zehdenick

Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.
(Robert Koch, Medizinnobelpreis 1905)

Kein Freizeit-Fluglärm an Sonn- und Feiertagen !

Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm wehrt sich schon seit Jahren gegen den Lärm, der vom Sonderlandeplatz Gransee ausgeht. (siehe unten “Sonderlandeplatz Gransee”)

Die Lärmbelastung hat in den letzten Jahren in erheblichem Maße zugenommen. Insbesondere die Änderung der Nutzung von einem reinen Sportsprungplatz mit angekündigten ca. 24 Flügen (Starts) zu einem rein kommerziellen Eventgeschäft hat zu einer erheblichen Ausweitung der Zahl der Flüge (nach Angaben des Vereins  von ca. 81 am WE) geführt. Es wurde eine Entwicklung vom Sport zu einer Freizeit-Abenteuer-Veranstaltung (Jump) vollzogen.

Die Go Jump GmbH nutzt ein Flugzeug (manchmal auch zwei) vom Typ P-750 XSTOL , das derzeit lauteste Absetzflugzeug, mit dementsprechend hoher Lärmbelastung. Die sogenannten Sprungtage wurden auf fast die gesamte Woche ausgeweitet (siehe Jahresplan 2015). Seit der Übernahme der Flugplatznutzung durch die Go Jump GmbH im Jahr 2006  und weiter verstärkt in der vergangenen drei bis vier Jahren findet ein „regelmäßiger Flugbetrieb“ statt. Besonders gravierend und dramatisch hat sich dies an den Wochenenden, beginnend am Freitag, entwickelt: faktisch findet ein permanenter Flugverkehr (Starts und Landungen) im 15 bis 20-Mnuten-Takt je nach Wetterlage von 8 bis 21 Uhr in den Monaten April bis einschließlich Oktober statt.

Die „Bürgerinitiative gegen Fluglärm Gransee“ hat im Jahr 2009 mehr als 1700 und im Jahr 2013 noch einmal ca. 800 Unterschriften gegen den Lärm an Sonn- und Feiertagen gesammelt.

Petition der Bürgerinitiative gegen Fluglärm an den Landtag Brandenburg

 

Was will die Bürgerinitiative:

Lärmreduzierung. Unsere Forderung: „Kein Fluglärm an Sonn- und Feiertagen“. Ständiger Wechsel und größerer Radius der Flugrouten.

Einschränkung des Flugbetriebs am SLP an den Wochenenden, insbesondere an Sonn- und Feiertagen. Unserer Ansicht nach bietet dazu die Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung in § 2 die Möglichkeit.

Ein neues ordentliches Genehmigungsverfahren nach den gegenwärtigen Richtlinien (Lärmschutz, Naturschutz, Landschaftspflege, etc.), einschließlich Umweltverträglichkeitsprüfung, sowie FFH-Vorprüfung.

Ein Bekenntnis zu einem sanften Tourismus in unserer Region.

Wir fordern vom Landtag Brandenburg

Feststellung, dass es sich bei dem Genehmigungsbescheid vom März 2014 um eine Änderung der Genehmigung von 1992 handelt und daher ein neues ordentliches Genehmigungsverfahren nach heutigen Richtlinien eröffnet werden muss.

Eingriff in die Genehmigung nach § 2 der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung. § 3 formuliert deutlich, dass die Zahl der Flugbewegungen nur eine der Möglichkeiten für eine Einschränkung nach § 1 darstellt.

Änderung der Landeplatz-Lärmschutz-Verordnung: Das Kriterium von 15.000 Flugbewegungen aufs Jahr verteilt berücksichtigt nicht die spezielle Situation eines SLP mit Flugbetrieb nur von April bis Ende Oktober und die Konzentration der Lärmbelastung an den Wochenenden.

 

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